Chinesische Tuschmalerei

Die Techniken der „Vier Edlen“ stellen die Grundlage der chinesischen Tuschmalerei dar. Es heißt so schön, wenn du einen Pflaumenblütenzweig malen kannst, beherrschst du alle anderen Bäume. Bambus und Orchideen sind eine hervorragende Grundlage für alle Arten von Blättern. So beginnt die klassische „Grundschule“ in der chinesischen
Tuschmalerei mit den vier Edlen und führt hierüber zu allen anderen Techniken. Das Bedürfnis nach Schlichtheit, intuitivem Ausdruck, nach Andeutung statt Vollständigkeit stehen hier im Vordergrund, weshalb sehr viel Wert auf die zwei Elemente der Tuschmalerei gelegt wird: dem Schwarz der Tusche, durch die besondere Pinseltechnik zu vielfältigem Grau
moduliert und dem Weiß des Reispapiers.

Auch das Aquarellieren wird nicht zu kurz kommen, sondern stellt eine
Erweiterung des Erlernten dar, indem man die Pinselführung und deren Duktus in ein Aquarellmotiv mit einfließen lässt.